Unser Dorf

 

Ein Bach sorgte für den Ortsnamen        

 

                                     


Oberalba ist Teil der Gemeinde
Dermbach und hat 284
Einwohner. Die erste urkundliche
Erwähnung stammt aus
dem Jahr 1183 als Albaha, der                                          
mittelalterlichen Bezeichnung
für Alba. 1378 ist erstmals
vom Oberen Alba die Rede,
da der Ort oberhalb der Quelle
der Alba angesiedelt ist.

 

Rhönklub mit Schutzhütte
Der Rhönklub-Zweigverein
Oberalba wurde am 15. Dezember
1989 gegründet. 1991
wurde die Schutzhütte auf
dem Emberg mit dem Embergkreuz
eingeweiht. Hier
findet das Embergfest traditionell
in der letzten Juliwoche
sowie ein ökumenischer
Gottesdienst am ersten Sonntag
im September statt. Dazu
kommen jährliche Arbeitseinsätze
sowie weitere Feste.

 

Sicht auf den Thüringer Wald
Der Emberg ist ein 500 Meter
hoher Berg bei Oberalba. Hier
stand wahrscheinlich eine
kleine Kapelle zur Ehre Marias
und er hieß vermutlich Maria
Ehrenberg. Im Laufe der
Zeit hat sich dies zu Emberg
verändert. Von hier hat man
eine gute Sicht auf den Thüringer
Wald.

 

Geld dank Berg und Bach
Landwirtschaft und dörfliches
Handwerk bildeten den
Haupterwerbszweig. Im Gegensatz
zu Unteralba gab es
hauptsächlich Hang- und
Hutflächen. Außerdem leistete
der Ort Vorspanndienste,
da die Staatsstraße über den
steilen Emberg führte. Der
Albabach mit seinem starken
Gefälle betrieb drei Mühlen
auf hundert Metern.
Brand und Totschlag
1512 brannte Ernst von Brandenstein
bei einer Fehde mit
dem Grafen von Henneberg
das Dorf fast vollständig nieder.

 

 

1634 im Dreißigjährigen
Krieg wurde das Dorf zuerst
durch die Kroaten und dann
durch die nachrückenden
Schweden verwüstet. Die Einwohnerzahl
sank von 143 auf
28 Personen. 1813 litt der Ort
bei der Flucht der Franzosen
unter durchziehenden Österreichern
und Russen.
Heilende Bäder, seltenes Obst
Um 1860 entdeckte der erste
Bezirksdirektor von Dermbach
die Heilkraft des Albawassers
und ließ durch den Besitzer
einer Ölschlagmühle ein Wellen-,
Brause- und Augenbad
errichten.

Die Einrichtungen
bestanden jedoch nur wenige
Jahre. Ein Geselle brachte
aus seinem Heimatort Neidhartshausen
eine Obstbaumkultur
mit speziellen Veredlungen.
Daher resultieren
die stattlichen Obstgärten,
die den Ort heute noch prägen.
Hosen für ein ganzes Leben
Der Hosenschneider Fuß fertigte
den Männern weiße
Hosen aus Hirschleder, die
bis unters Knie reichten und
ein ganzes Leben hielten.